The Dance Of Vampire Projekt

He, He Professor! / Alfred

Professor! Professor! He, Ho, He!
He, wo sind Sie, Professor?
He, Ho, He! Wohin soll ich gehen?
Ja, ja, bestimmt hat er sich wieder irgendwo hingesetzt, um eine
Beobachtung in sein Notizbuch zu schreiben. Und wenn
sich Professor Abronsius seine Notizen macht, dann, dann, dann ist die Welt für
ihn gestorben.
Wenn, wenn bloss er nicht gestorben ist.
He, Ho, He!
Nur ein Zeichen, Professor!
He, Ho, He!
Ich kann sie nicht sehn. Professor!
Ich muss ihn finden, sonst erfriert er. Was für ein trauriges
Ende das wäre für einen Mann wie ihn!
In der Zeitung wird stehen: „ Wissenschaftler in Transylvanien
umgekommen.“ Und niemand wird von mir reden. Niemand
wird Alfred vermissen.
He, Ho, He! Hör´n Sie, ich bin´s Professor
Ihr patenter
und dezenter,
resistenter
Assistent!

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Knoblauch / Chagal + Magda + Rebecca + Gäste

Chagal & Gäste:
Knoblauch, Knoblauch!
Knoblauch, Knoblauch!
Ein Pfeifchen und ein Wodka und ein scheenes Fiedeldumdei.
Die Hälse frei, die Weiber geil und die Plackerei vorbei.

Dorftrottel:
Doch das Beste kommt am Ende.

Dragan:
Wenn der Wirt zum Essen winkt.

Kolya:
Wenn der Eintopf dampft,

Dragan:
und jeder mampft,

Dorftrottel & Dragan & Koyla:
bis er aus den Poren stinkt.

Alle:
Bis er aus den Poren stinkt!

Chagal & Gäste:
Knoblauch, Knoblauch ist unsere Leidenschaft.
Knoblauch, Knoblauch gibt Leib und Seele Kraft.
Er macht größer, was zu klein ist.
Er macht edel, was gemein ist.
Und macht härter, was erschlafft.
Und mach härter, was erschlafft.

Rebecca:
Im Fleisch sind schon die Maden. Das Gemüse ist verdreckt.
Das Schmalz ist ranzig, die Soße wanzig.
Aber jeder sagt es schmeckt.

Gäste:
Her mit der vollen Schüssel! Mit viel Knoblauch bitte sehr.
Der wirkt sagenhaft auf Magensaft.
Jeder Bissen schmeckt nach mehr!
Jeder Bissen schmeckt nach mehr!

Alle:
Knoblauch, Knoblauch bringt den Unterleib in Schwung.
Knoblauch, Knoblauch macht die Alten wieder jung.
Lässt die Muskeln wieder schwellen, lässt die Säfte wieder quellen.
Knoblauch bringt Erleichterung.
Knoblauch bringt Erleichterung!

Magda:
Die Jungen woll'n nur rammeln und die Alten quatschen bloß.

Chagal:
Knoblauch macht aus Bürschlein Männer und aus Greisen Romeos!

Alle:
Nichts auf Erden ist gesünder, grad im Winter und bei uns.

Dragan:
Drum die Mäuler auf! Wir rülpsen drauf!

Dorftrottel:
Urrrhg!

Moron:
Und sind alle Sorgen los.

Alle:
Und sind alle Sorgen los.

Rebecca:
Knoblauch, Knoblauch - drauf hab ich stets vertraut.
Knoblauch, Knoblauch und scharfes Sauerkraut.

Chagal:
Die allerbesten Köche Prags wär'n sprachlos beim Probier'n.

Magda:
Sie würden krank und anderntags an Blähungen krepieren...

Rebecca:
Statt dem üblichen Gemecker sagen alle: Es schmeckt lecker

Chagal:
Ist der Pampf auch fett und mehlig, jeder Bissen macht sie selig-


Rebecca & Magda & Chagal:
-weil der Knoblauch Wunder wirkt!

Alle:
Weil der Knoblauch Wunder wirkt!
Weil der Knoblauch Wunder wirkt!
Weil der Knoblauch Wunder wirkt!

Knoblauch, Knoblauch ist unsere Leidenschaft.
Knoblauch, Knoblauch gibt Leib und Seele Kraft.
Jede Niete wird zum Sieger. Jeder Schlappschwanz wird zum Krieger,
wenn der Knoblauch in ihm gärt,
wenn der Knoblauch in ihm gärt.
Wenn der Knoblauch in mir, Knoblauch in dir, Knoblauch in uns gärt.

Knoblauch, Knoblauch bringt den Unterleib in Schwung.
Knoblauch, Knoblauch macht die Alten wieder jung.
Lässt die Muskeln wieder schwellen, lässt die Säfte wieder quellen,
und verschafft Erleichterung.
Und verschafft Erleichterung.
Knoblauch löst die Säfte, stärkt die Kräfte, bringt Erleichterung.

Knoblauch!

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Eine schöne Tochter ist ein Segen / Chagal

Eine schöne Tochter ist ein Segen.
Doch ein Segen der meschugge macht.
Denn was soll der Vater tun dagegen,
wenn das Weib in seinem Kind erwacht?

Er bemerkt zuerst, was an ihr dran ist.
Und versteckt sie oder sperrt sie ein.
Denn er weiß, weil er ja selbst ein Mann ist,
jeder Mann ist irgendwie ein Schwein.

Chagal vernagelt die Türe von Sarahs Zimmer.

Schlaf, mein Wuschel-Schätzchen!
Träum mein Kuschel-Kätzchen!
Niemand darf dich wecken, niemand dich entdecken.
Dir würd's schaden, mir würd's schaden,
uns würd's schaden. Bleib bei Papa.

Der Gedanke, dass ein geiler Wüstling
sie befingert, weckt das Tier in mir.
Drum bevor sie so ein Wüstling küsst,
schwing ich den Hammer und blockier die Tür.

Dann erst kann ich mich zum Schlafen legen,
und mach trotzdem kaum eine Auge zu.
Eine schöne Tochter ist ein Segen.
Doch die Angst um sie raubt mir die Ruh.

Schlaf, mein Wuschel-Schätzchen!
Träum mein Kuschel-Kätzchen!
Niemand darf dich rauben, nie werd' ich's erlauben.
Dir würd's schaden, mir würd's schaden,
uns würd's schaden. Bleib bei Papa.

Eine schöne Tochter ist ein Segen.
Ein Segen? Ach!

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Nie geseh'n / Alfred + Sarah

Alfred:
Ein Mädchen das so lächeln kann, hab ich nie geseh'n.


Sarah:
So einen netten jungen Mann, habe ich noch nie geseh'n.

Alfred & Sarah:
Ich kann nicht schlafen, doch ich bin auch nicht wach.
Denn ich träum.
Seit wir uns trafen macht es Sinn, was ich mach,
auch wenn ich einfach nur die Zeit versäum-

Sarah:
-und verträum.

Alfred:
Ein Mädchen das so lächeln kann.

Sarah:
So einen netten Jungen...

Alfred:
So natürlich...

Sarah:
... zierlich...

Alfred & Sarah:
... habe ich noch nie geseh'n.

Seit ich in diese Augen sah, komm ich nicht zur Ruh.
Ich weiß nicht was mit mir geschah, ich weiß nur der Grund bist du.
Wenn ich mich je verliebe, dann sicherlich...

Alfred:
... in eine Frau wie dich...

Sarah: 
... in einen so wie dich... 

Sarah & Alfred 
und vielleicht denkst auch du so wie ich

Vampire:
Sei bereit!

Alfred & Sarah:
Wenn ich mich je verliebe, dann sicherlich
in eine/n sowie dich und vielleicht, denkst auch du, wie ich

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Gott ist tot! / Graf von Krolock

Graf von Krolock:

Jahrelang war ich nur Ahnnung in dir.
Jetzt suchst du mich
und hast Sehnsucht nach mir.
Nun freu dich!-
Uns beide trennt nur noch
ein winziges Stück.
Wenn ich dich rufe hält dich nichts mehr zurück, getrieben von träumen und hungrig nach Glück.


Vampire:

Sei bereit! Sei bereit!


Graf von Krolock:

Gott ist tot
nach ihm wird nicht mehr gesucht.


Vampire:

Sei bereit! Sei bereit!


Graf von Krolock:

Wir sind zum ewigen Leben verflucht.
Es zieht uns näher zur Sonne doch wir fürchten das Licht.
Wir glauben nur Lügen,
verachten Verzicht.
Was wir nicht hassen,
das lieben wir nicht


Vampire:

Sei bereit! Sei bereit!


Graf von Krolock:

Was ich rette geht zugrund.
Was ich segne muss verderben.
Nur mein Gift macht dich gesund.
Um zu Leben musst du sterben.
Schweb mir mir im den Abgrund der Nacht
und verlier dich in mir.
Wir werden bis zum Ende jeder Ewigkeit gehn.
Ich hüll dich ein in meinen Schatten-


Sarah:

Ich hör eine Stimme
die mich ruft-


Graf von Krolock:

Nun freu dich-


Vampire:

Sei bereit!


Graf von Krolock:

Uns beide trennt
nur noch ein winziges Stück.
Wenn ich dich rufe,
hält dich nichts mehr zurück,
getrieben von Träumen
und hungrig nach Glück.


Vampire:

Gott ist tot.
Nach ihm wird nicht mehr gesucht.
Wir sind zum ewigen Leben verflucht.
Es zieht uns
näher zur Sonne,
doch wir fürchten das Licht.
Wir glauben nur Lügen
verachten Verzicht.
Was wir nicht hassen,
das lieben wir nicht.

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Alles wird hell / Rebecca + Magda + Chagal

Rebecca:

Alles ist hell,
wenn der Schnee in der Sonne blitzt.

Magda:

Alles geht schnell,
wenn man draußen im Freien sitzt.

Chagal:

Butterweich schlupft meine Säge durch Zedern.

Rebecca:

Beim Gänserupfen fliegen die Federn.

Chagal & Rebecca & Magda:

Alles ist gut,
wenn die Sonne den Frost verscheucht.
Was man auch tut,
frische Luft macht die Arbeit leicht.

Magda:

Welch eine Freude, das Messer zu schwingen.

Chagal, Rebecca & Magda:

Alles muss heute besser gelingen.


Koukol:

Uuuh.


Chagal:

Zu Diensten, Herr Koukol! Was kann ich für Sie tun an diesem herrlichen Morgen?

Koukol:

Keerzen, ah!

Chagal:

Kerzen? Ah, das sieht schlecht aus. Wir sind selber knapp! Der lange Winter, verstehen Sie, was ich meine?

Koukol:

Duu... wirst ... uäääh.

Chagal:

Ja, ja, ist ja gut, Koukol, regen Sie sich nicht gleich so auf! Hab ich gesagt, ich hab keine Kerzen?
Es werden sich schon noch ein paar finden. Warten Sie hier...

Koukol [zu Sarah]:

Du... heut Abend... hieeer... mitkomm'n... heut Abend... duu.

Chagal:

Bitte sehr, Koukol. Zwei Dutzend, nicht tropfend. Meine Empfehlung an Ihre Exzellenz. Erinnern Sie ihn gelegentlich an die offenen Rechnungen.

Koukol:

Ääärrh.

Chagal:

Ist ja gut!
Auf Wiedersehen.

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Wahrheit / Professor + Alfred + Chagal + Rebecca + Madga

Abronsius:
Niemand kann mich irritieren.
Für mich zählen nur die Fakten.
Niemand kann mich irreführen,
denn ich trau nur dem Exakten.
Ich such' Wahrheit, und Wahrheit will immer Klarheit.

Mein Verstand ist unbestechlich.
Ich studier das Positive.
Ich bin niemals oberflächlich.
Ich seh immer in die Tiefe.
Denn die Wahrheit, will immer Klarheit.

Mein Wissensdrang kommt nicht zur Ruh,
solang noch Zweifel nagen.
Ich lasse kein Geheimnis zu, ich hör nicht auf zu fragen:
Wie und was und wer und wo und wann.
Wie und was und wer und wo und wann.

Magda & Chagal & Rebecca:
Alles ist leicht, wenn der Tag mit Musik begann.
Viel ist erreicht, wenn man Sorgen vergessen kann.
Es muss sich keiner heut ärgern und plagen.
Es sei denn, einer stellt dumme Fragen.

Abronsius:
Wenn in mir der Verdacht erwacht, es wird mir was verschwiegen,
versuche ich mit aller Macht, die Wahrheit rauszukriegen.
Schon in der Wiege fing ich an, mein Spielzeug aufzubiegen.
Im ungestümen Wissensdrang zerlegte ich sogar die Kuckucksuhr.

Ob Osterhas, ob Nikolaus - Ich ließ mich nicht betrügen.
In der Schule fand ich schnell heraus, dass alle Lehrer lügen.
Keine Antwort, die sie gaben, konnte jemals mir genügen,
denn in Büchern eingegraben studierte ich die Rätsel der Natur.

Ich glaub an die Vernunft. Sie wird am Ende triumphieren,
und mag auch die Professorenzunft mein Wissen ignorieren.
Doch ich hasse Emotionen, niemand kann mich provozieren.
Ohne jemals mich zu schonen bleibe ich der Wahrheit immer auf der Spur.

Mein Verstand ist unbestechlich.
Ich studier das Positive.
Ich bin niemals oberflächlich.
Ich seh immer in die Tiefe.
Denn ich sammle die Beweise und bewerte die Motive.
Ja, ich dien in jeder Weise nur dem Fortschritt
und der menschlichen Kultur.

Magda & Chagal & Rebecca & Alfred:
Sein Verstand ist unbestechlich.
Er studiert das Positive.
Er ist niemals oberflächlich.
Er sieht immer in die Tiefe.
Denn er sammelt die Beweise und bewertet die Motive.
Ja, er dient auf jede Weise nur dem Fortschritt
und der menschlichen Kultur.

Abronsius:
Ich suche Wahrheit...
Ich suche Klarheit...
Für Fortschritt und für menschliche Kultur.
Ich suche Wahrheit...
Ich suche Klarheit...
Für Fortschritt und für menschliche Kultur.
Ich suche Wahrheit...
Ich suche Klarheit...
Für Fortschritt und für menschliche Kultur.

Magda & Chagal & Rebecca & Alfred:
Und der menschlichen Kultur

Abronsius:
Wo man eine Gans rupft, gibt's bald einen Braten.
Wo Eis ist und Schnee, wachsen keine Tomaten.
Wo nächtlich rumort wird, da kann man nicht schlafen.
Und wo einer buckelt, da gibt's einen Grafen.

Ich wette den Nobelpreis, dieser Bucklige bedient ihn.
Warum hast du ihn nicht verfolgt?
Den Schluss kann doch jedes Kind ziehn...

Logik, Logik!
Wer fragt, dem sagt die Logik:
Wie und was und wer und wo und wann.

Mein Verstand ist unbestechlich.
Ich studier das Positive.
Ich bin niemals oberflächlich.
Ich seh immer in die Tiefe.
Denn ich sammle die Beweise und bewerte die Motive.
Ja, ich dien in jeder Weise nur dem Fortschritt
und der menschlichen Kultur.

Ich suche Wahrheit...
Ich suche Klarheit...
Für Fortschritt und für menschliche Kultur.
Ich suche Wahrheit...
Ich suche Klarheit...
Für Fortschritt und für menschliche Kultur.

Magda & Chagal & Rebecca & Alfred:
Und der menschlichen Kultur

Alle:
Für die Kultur!

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